Teams-Meeting transkribieren — DSGVO-konform.
Ein Transkript spart das Mitschreiben. Aber wer ein Meeting aufnimmt, verarbeitet Stimmen und Inhalte anderer Menschen. Was du rechtlich beachten musst, welche Wege es gibt und woran du ein datensparsames Werkzeug erkennst.
Stand: 3. Oktober 2026 · von juunote · juunit GmbH
Drei Wege zum Transkript
Für Microsoft Teams gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten:
- Die Transkription von Teams selbst. Sie läuft, wenn eure Organisation sie freigeschaltet hat; alle Teilnehmenden sehen einen Hinweis, das Transkript liegt anschließend in Microsoft 365.
- Ein Bot, der dem Meeting beitritt. Viele KI-Notiztools schicken einen eigenen Teilnehmer in den Call, der aufnimmt und den Ton in die Cloud des Anbieters überträgt.
- Eine App auf dem eigenen Rechner. Sie nimmt auf, was auf deinem Gerät ankommt — ohne zusätzlichen Teilnehmer. So arbeitet juunote: Die Transkription läuft lokal, der Ton wird danach verworfen.
Ohne Einverständnis geht es nicht
Das nichtöffentlich gesprochene Wort aufzunehmen, ohne dass die Beteiligten einverstanden sind, ist in Deutschland strafbar (§ 201 StGB). Datenschutzrechtlich brauchst du eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO und musst die Teilnehmenden vorher informieren — wer aufnimmt, wozu, wie lange gespeichert wird.
Praktisch heißt das: Zu Beginn ansagen, dass mitgeschrieben wird, und nachfragen. Wer nicht einverstanden ist, wird nicht aufgenommen.
Wohin gehen die Daten?
Bei jedem Werkzeug lohnt der Blick auf vier Fragen:
- Wo wird der Ton verarbeitet — auf deinem Gerät oder auf Servern des Anbieters?
- Wird der Ton gespeichert, und wenn ja, wie lange?
- Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)?
- In welchem Land stehen die Server, und welche Unterauftragnehmer sind beteiligt?
Je weniger Daten das Gerät verlassen, desto einfacher fällt die Antwort auf alle vier Fragen.
Betriebsrat einbinden
Werkzeuge, die geeignet sind, Verhalten oder Leistung von Beschäftigten zu überwachen, sind mitbestimmungspflichtig (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Gibt es einen Betriebsrat, sprich ihn an, bevor ein Transkriptionswerkzeug für alle eingeführt wird — eine Betriebsvereinbarung schafft Klarheit für alle.
Checkliste vor dem ersten Transkript
- Teilnehmende vor Beginn informiert und Einverständnis eingeholt
- Zweck festgelegt: Protokoll, nicht Leistungskontrolle
- Werkzeug geprüft: Verarbeitungsort, Speicherdauer, Auftragsverarbeitung
- Speicher- und Löschfristen für Transkripte und Protokolle bestimmt
- Datenschutzbeauftragte und ggf. Betriebsrat eingebunden
- Interne Regel, wer Transkripte sehen darf
Wie juunote damit umgeht
juunote ist auf möglichst wenig Daten ausgelegt: Es tritt keinem Meeting bei, sondern nimmt auf deinem Rechner nur die Meeting-App und dein Mikrofon auf. Die Transkription läuft lokal, der Ton wird danach verworfen. Für das Protokoll geht nur Text an die Protokoll-KI; Protokolle liegen verschlüsselt auf deinem Gerät. Einzelheiten stehen auf der Sicherheitsseite.
Transkribieren ohne Bot im Meeting.
juunote erkennt Teams, Zoom und Webex auf deinem Rechner und schreibt mit — ohne zusätzlichen Teilnehmer, mit lokaler Transkription und ohne Ton in der Cloud. Das Protokoll mit Entscheidungen und Aufgaben ist fertig, wenn das Meeting endet.
- Kein Bot im Meeting
- Transkription auf deinem Rechner
- Fertiges Protokoll nach deiner Vorlage
Fragen und Antworten
Ist die Transkription von Teams-Meetings erlaubt?
Ja, wenn die Teilnehmenden informiert sind und einverstanden sind und es eine Rechtsgrundlage nach DSGVO gibt. Heimliche Aufnahmen sind unzulässig und nach § 201 StGB strafbar.
Reicht der Hinweis, den Teams bei der Aufnahme einblendet?
Der Hinweis informiert, ersetzt aber nicht die Klärung zu Beginn. Sag an, dass aufgenommen wird, und gib Gelegenheit zu widersprechen.
Wo wird das Teams-Transkript gespeichert?
Die Transkription von Teams speichert das Transkript in Microsoft 365, in der Regel beim Organisator des Meetings. Bei Drittanbietern hängt es vom Anbieter ab — bei juunote liegt das Protokoll verschlüsselt auf deinem Gerät.
Brauche ich einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?
Wenn ein Anbieter personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet, ja (Art. 28 DSGVO). Prüf, ob der Anbieter einen solchen Vertrag anbietet.
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